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Pastoral in Zeiten der Corona-Pandemie –

die Umsetzung in der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land

Auf dem Hintergrund der staatlichen und kirchlichen Vorgaben hat sich das Pastoralteam Gedanken gemacht, wie in Zeiten der Corona-Pandemie die Pastoral in der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land gestaltet und gewährleistet werden kann.

Neue Termine für die Erstkommunionfeiern in Adenau und in Schuld werden erst nach einer verlässlichen Festlegung der staatlichen und kirchlichen Stellen über die Wiederaufnahme des öffentlichen Gottesdienstes bekanntgemacht werden.

Die Kirchen und Kapellen, die üblicherweise geöffnet sind, werden dies für das persönliche Gebet auch während der Corona-Pandemie sein.

Das zentrale Pfarrbüro in Adenau wird verlässlich weiterarbeiten und telefonisch wie auch per E-Mail und per Fax erreichbar sein.

Die Mitglieder des Pastoralteams werden weiterhin im Dienst und unter den bekannten Kontaktdaten erreichbar sein.

Den Schwerkranken und Sterbenden wird das Sakrament der Krankensalbung und der Wegzehrung gespendet. Im Notfall ist ein Priester unter der Telefonnummer 0 26 91 – 9 35 75 19 erreichbar.

Sämtliche öffentliche Gottesdienste, also Messfeiern, die Turmgebete, Kreuzwegandachten, Rosenkranzgebete usw. können bis mindestens zum 30.04.2020 nicht mehr stattfinden. Für eine so lange Zeit nicht mehr an einem gemeinsamen Gottesdienst teilnehmen zu können, ist für nicht wenige Mitchristen ein harter und schmerzlicher Verlust.

Ein gewisser Trost kann es sein, einen Gottesdienst im Fernsehen, im Radio oder im Internet zu sehen, zu hören und innerlich mitzufeiern.

Die in der Pfarreiengemeinschaft tätigen Priester werden außerdem an den Sonn- und Werktagen auch ohne die physische Anwesenheit einer Gemeinde eine Heilige Messe in den Anliegen der Gläubigen im Adenauer Land feiern. Bei diesen Messfeiern wird auch entsprechend der in diesem Pfarrbrief veröffentlichen Ordnung in den bestellten Intentionen gebetet. Wenn es gewünscht wird, kann die Intention selbstverständlich auch später bei einem öffentlichen Gottesdienst nachgeholt werden.

Auch wenn der öffentliche Gottesdienst fehlt, bleibt die Möglichkeit des gemeinsamen Gebets in der Form eines Gottesdienstes in der Familien-, Haus- oder Wohnungsgemeinschaft. Anregungen und Anleitungen dazu wie auch zum persönlichen Gebet können im Gotteslob, in zahllosen Veröffentlichung und im Internet gefunden werden.

Viele werden insbesondere die Kar- und Ostergottesdienste schmerzlich vermissen. Damit auch an diesen für Christen so wichtigen Tagen Gewohntes gewahrt bleibt, wird dafür gesorgt werden, dass in den Pfarrkirchen für den Palmsonntag geweihte Buchsbaumzweige und für Ostern gesegnete Osterkerzen abgeholt werden können.

Ganz besonders wichtig ist, dass wir in Zeiten der Corona-Pandemie nicht die Mitmenschen vergessen, die unsere Hilfe und Unterstützung gut gebrauchen können. Dazu gehören Personen, die wegen Alter oder Krankheit noch mehr als andere Situationen meiden müssen, die mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden sind, wie zum Beispiel das Einkaufengehen. Gemeinsam mit dem Kreis Ahrweiler, dem Dekanat Ahr-Eifel im Bistum Trier, dem BAU und dem Familiendorf 2020 macht die Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land bei der Initiative „Jugend hilft – Gemeinsam gegen COVID-19“ mit. Dabei bieten junge Menschen ihre Hilfe an, wo Unterstützung benötigt wird. Kontaktnummer ist die 0151 / 10 39 05 46.

Ob die Umsetzung von Pastoral in Zeiten der Corona-Pandemie in der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land wie vorgestellt umgesetzt werden kann, hängt nicht zuletzt von Voraussetzungen ab, die wir nicht in der Hand haben. Da ist die Frage, ob die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund und damit einsatzfähig bleiben werden. Da ist ebenso die Frage, ob und wie sich die kirchlichen und insbesondere die staatlichen Vorgaben kurzfristig verändern werden. In den letzten Tagen mussten wir uns daran gewöhnen, dass es kurzfristig weitreichende Veränderungen geben kann, die neue Planungen erforderlich machen.

Fest steht, dass wir als Pfarreiengemeinschaft unsere Möglichkeiten und unser Potential nutzen können und nutzen wollen – auch und erst recht in dieser nicht einfachen Zeit.

Was wirklich dringend gebraucht wird, spirituell wie diakonisch und zwischenmenschlich, das lässt sich wohl nur gemeinsam im Gespräch klären. Da wir dafür aber nicht zusammenkommen können, sollten wir andere Kommunikationswege nutzen. Daher bitten wir Sie, uns mitzuteilen, welche Bedürfnisse Sie wahrnehmen und welche Ideen Sie haben, wie bei uns Pastoral in Zeiten der Corona-Pandemie entsprechend der wirklichen Bedürfnisse der Menschen weiterentwickelt werden kann. Wir sind für Sie erreichbar, beispielsweise telefonisch unter 0 26 91 / 9 35 75 10, per E-Mail unter Pfarramt-Adenau@t-online.de und im Internet auf unserer Homepage www.pfarreiengemeinschaft-adenauer-land.de sowie bei Facebook unter www.facebook.com/PGAdenauerLand. Wir sind gespannt auf Ihre Wahrnehmungen und Ihre Ideen.

Ihr Pastoralteam



Pastoral in Zeiten der Corona-Pandemie – die staatlichen und kirchlichen Vorgaben

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist eine sehr ernste Gefahr für die Gesundheit von Menschen, die wegen ihres Alters und Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehören, aber nicht nur für diese. Daher ist es das Gebot der Stunde, alles dafür zu tun, die Ausbreitungsdynamik zu unterbrechen.

Der vorherrschende Übertragungsweg des Virus verläuft von Mensch zu Mensch, als Tröpfcheninfektion, beispielsweise durch Husten und Niesen, sowie durch mild erkrankte oder auch asymptomatisch infizierte Personen. Mit anderen Worten liegt eine besondere Gefahr darin, dass Menschen, die von ihrer eigenen Infektion nichts wissen, SARS-CoV-2 an andere Menschen weitergeben. Deswegen geht insbesondere von größeren Menschenansammlungen ein unkalkulierbares Risiko aus.

Die zuständigen staatlichen Verantwortlichen haben auf diesem Hintergrund Regelungen erlassen, die Zusammenkünfte und damit das soziale Leben stark einschränken. Für uns gilt aktuell die von der Kreisverwaltung Ahrweiler am 17.03.2020 für das Gebiet des Landkreises erlassene Allgemeinverfügung.

Sie enthält ein Verbot von Zusammenkünften in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften (Nr. 5 b). Außerdem sind Veranstaltungen grundsätzlich untersagt, wobei ein Ausnahmevorbehalt nicht zulässig ist (Nr. 6). Die Allgemeinverfügung gilt vom 18.03.2020, 0:00 Uhr, bis zum 19.04.2020.

Für den kirchlichen Bereich hat der Bischöfliche Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg am 17.03.2020 mit sofortiger Wirkung eine Dienstanweisung für die territoriale und kategoriale Seelsorge im Bistum Trier erlassen. Sie gilt mindestens bis zum 30.04.2020 und bestimmt, dass alle gottesdienstlichen Zusammenkünfte mit Ausnahme der Beerdigungen, sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien zu unterbleiben haben (Nr. 1). Diese Anordnung gilt sowohl für kirchliche als auch für private Räumlichkeiten.

Erstkommunion- und Firmungsfeiern müssen zunächst bis Ende Mai abgesagt werden (Nr. 2). Eine neue Terminfestlegung darf erst nach dem Ende der Corona-Krise erfolgen.

Taufen, Trauungen, Sterbeämter und andere sogenannte Kasualien müssen verschoben werden (Nr. 3). Auch hier darf ein neuer Termin erst nach Beendigung der Krise festgelegt werden.

Beisetzungen auf dem Friedhof sind staatlicherseits von dem Veranstaltungsverbot grundsätzlich ausgeschlossen. Das bedeutet, sie sind weiterhin möglich, allerdings besteht für Priester, Pfarrer und Bestatter die ausdrückliche Verpflichtung, darauf zu achten, dass an der Feier lediglich engste Familienangehörige teilnehmen. Weitere Personen sind entsprechend der Allgemeinverfügung wegzuschicken. Die Kreisverwaltung hat darum gebeten, ihr Beisetzungsfeiern anzuzeigen und die Teilnehmenden anzuweisen, sich mit Kontaktdaten in eine Liste eintragen, damit im Notfall eventuelle Kontaktpersonen zeitnah ermittelt werden können. Die Listen werden im Pfarramt aufbewahrt und entsprechend der Vorgaben des kirchlichen Datenschutzes behandelt werden. Hinsichtlich der Beisetzungsfeiern ordnet die Dienstanweisung des Bischöflichen Generalvikars außerdem an, dass auf das Bereitstellen von Weihwasser und Erde zum Gebrauch durch die Familienmitglieder zu verzichten ist (Nr. 4).

Die Priester sind angehalten, sonn- und werktags die Heilige Messe für die Gläubigen zu feiern, „weil in dieser Stunde der Not gerade die Feier der Eucharistie unser unvertretbarer Auftrag als Kirche ist, um die Not der Menschen vor Gott zu tragen und ihnen, wenn auch vorerst nur geistlich, nahe zu sein“ (Nr. 5). Die leibliche Anwesenheit von Gläubigen ist bei diesen Gottesdiensten ausdrücklich nicht gestattet. Die Gottesdienste in geschlossenen klösterlichen Gemeinschaften müssen ohne die Beteiligung von Gläubigen stattfinden, die nicht Mitglieder der klösterlichen Gemeinschaft sind.

Die Gläubigen sind von der Erfüllung der Sonntagspflicht befreit und eingeladen, zuhause über die Medien verbreitete Gottesdienste mitzufeiern und in dieser Weise auch geistlich zu kommunizieren. Die Sonntagsmesse im Dom wird um 10:00 Uhr per Livestream auf der Homepage des Bistums (www.bistum-trier.de) übertragen (Nr. 6).

Sämtliche Maßnahmen und Veranstaltungen müssen unterbleiben (Nr. 8). Dazu zählen Einkehrtage, Exerzitien, gestaltete Kar- und Ostertage, Kommunionkinder- und Firmvorbereitungstreffen, Gremiensitzungen, Treffen von Gruppen und kirchlichen Vereinen, Chorproben, Wallfahrten, Freizeit- und kulturelle Maßnahmen, Schulungen, Veranstaltungen im Rahmen der Seniorenpastoral, Ausstellungen usw. Anfallende Stornokosten für einen kirchlichen Veranstalter will das Bistum Trier übernehmen.

Pfarrheime, Pfarrbüchereien und weitere Orte der Begegnung müssen geschlossen bleiben (Nr. 9). Auch private Feiern an diesen Orten sind verboten.

Persönliche Krankenbesuche durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Mitarbeiter in der Pastoral müssen wegen der Gefahr einer Ansteckung der alten und kranken Menschen unterbleiben (Nr. 14 a). Stattdessen soll telefonisch Kontakt gehalten werden.

Ebenso sind Geburtstagsbesuche durch Vertreterinnen und Vertreter der Pfarreiengemeinschaft bis auf Weiteres nicht mehr möglich.

Der Publikumsverkehr in den Pfarrbüros muss eingestellt werden (Nr. 14 f).

 

 


 

 

 

 

 

 

 

Auch an den kommenden Sonntagen Liveübertragung aus dem Dom

Bis zur Aufhebung der Schutzmaßnahmen, mindestens jedoch bis Ende April, werden die Sonntagsmessen live aus dem Dom übertragen werden. Der Stream ist über die Bistums-Homepage www.bistum-trier.de zu sehen. Außerdem ist OK54 Bürgerrundfunk in den Fernseh-Kabelnetzen im Bereich Eifel, Mosel, Saar und Ruwer frei zu empfangen; ebenso unter bestimmten Voraussetzungen über Magenta-TV, Satellit und das digitale Antennenfernsehen DVB-T2. Alle Details zum Empfang sind unter https://ok54.de/technik-produktion-empfang

 (unten auf der Seite) zu finden. Zudem werden auf der Seite

 https://www.bistum-trier.de/glaube-spiritualitaet/gottesdienst/medial-mitfeiern

digitale Angebote aus dem gesamten Bistum zur Verfügung gestellt. Alle Informationen zu den Maßnahmen des Bistums Trier zum Umgang mit dem Corona-Virus/COVID-19 sind unter

https://www.bistum-trier.de/home/corona-virus-informationen/ zusammengefasst.